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Strafrecht

Die Bedrohung im Strafrecht

Bedrohung nach § 241 StGB: die einzelnen Absätze, Strafrahmen, Qualifikation bei öffentlicher Bedrohung und wann ein Strafantrag nötig ist.

Dr. Matthias Lang, Rechtsanwalt und Strafverteidiger, aktualisiert Lesezeit 2 Min.

Als Strafverteidiger in München verteidige ich Sie auch bundesweit, wenn Ihnen vorgeworfen wird, eine andere Person bedroht zu haben. Sei dies im Vorfeld, wenn Sie wegen Bedrohung angezeigt wurden, oder wenn gegen Sie bereits ein Strafbefehl wegen Bedrohung erlassen wurde.

I. Welche Strafe droht bei einer Bedrohung?

Der Tatbestand der Bedrohung (§ 241 StGB) hat insgesamt fünf Absätze. Nach Absatz eins steht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr im Raum, wenn jemand einen anderen mit der Begehung einer rechtswidrigen Tat gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit oder gegen eine Sache von bedeutendem Wert bedroht. Zudem besteht eine Strafbarkeit auch dann, wenn eine nahestehende Person bedroht wird.

Absatz zwei von § 241 StGB sieht eine Strafe von Geldstrafe bis hin zu zwei Jahren Freiheitsstrafe für denjenigen vor, der einen anderen oder eine ihm nahestehende Person mit der Begehung eines Verbrechens bedroht. Verbrechen sind Taten, bei denen eine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr vorliegt (§ 12 Abs. 1 StGB).

Absatz drei sieht ebenso eine Strafe von Geldstrafe bis hin zu zwei Jahren Freiheitsstrafe für denjenigen vor, der wider besseres Wissen vortäuscht, dass die Verwirklichung eines gegen den anderen oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorsteht.

Absatz vier sieht Strafschärfungen vor, wenn die Bedrohung öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts erfolgt. Es handelt sich hierbei um eine Qualifikation. Unter Verbreiten eines Inhalts wird etwa auch das Posten von Beiträgen oder Kommentaren bei X (vormals Twitter), Facebook, Instagram oder anderen Social-Media-Plattformen verstanden.

II. Strafantrag

Bestimmte Delikte sind nur strafbar, wenn ein Strafantrag vorliegt, wie etwa ein Hausfriedensbruch (= absolutes Antragsdelikt). Zudem gibt es auch Delikte, die grundsätzlich nur auf Strafantrag verfolgt werden, es sei denn, die Staatsanwaltschaft bejaht das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung (= relatives Antragsdelikt). Hierzu gehört beispielsweise eine Körperverletzung nach § 223 StGB. Ferner gibt es auch Delikte, welche die Strafverfolgungsbehörden immer zu verfolgen haben (= Offizialdelikt). Ein Beispiel für ein Offizialdelikt ist etwa eine gefährliche Körperverletzung nach § 224 StGB. § 241 Abs. 5 StGB legt fest, dass für eine Bedrohung dann ein Strafantrag nötig ist, wenn für die Straftat, mit der gedroht wird, ein Strafantrag nötig ist.

Wenn Ihnen eine Bedrohung vorgeworfen wird, dann sollten Sie unbedingt eine Kanzlei für Strafrecht aufsuchen. Gerne berate ich Sie umfassend und setze Ihre Interessen durch. Treten Sie hierzu einfach mit mir in Kontakt.

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Dr. Matthias Lang

Rechtsanwalt und Strafverteidiger in München, ausschließlich im Strafrecht tätig – vom allgemeinen Strafrecht über Betäubungsmittel- und Sexualstrafrecht bis zum Wirtschafts- und Steuerstrafrecht. Promotion im Strafprozessrecht, Veröffentlichungen in NJW, NStZ und JR.

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