
I. Was ist der Wolfsgruß?
Der Wolfsgruß wird von Personen verwendet, die ihre Zugehörigkeit zu oder Sympathie gegenüber den „Grauen Wölfen“, einer als rechtsextremistisch eingestuften Bewegung, zeigen. Beim Wolfsgruß werden die Finger der rechten Hand so angeordnet, dass die Hand wie ein Wolfskopf erscheint. Eltern dürfte die Geste eher als „Schweigefuchs“ bekannt sein.
II. Ist die Verwendung des Wolfsgrußes strafbar?
Das richtet sich danach, ob es sich bei den „Grauen Wölfen“ um eine nach § 86 Abs. 1 Nr. 2 StGB unanfechtbar verbotene Vereinigung handelt, die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richtet, oder von der unanfechtbar festgestellt ist, dass sie Ersatzorganisation einer solchen verbotenen Vereinigung ist. Ein solches unanfechtbares Verbot liegt nach wie vor nicht vor (Stand: Oktober 2026).
Eine Strafbarkeit liegt auch nicht nach dem Vereinsgesetz vor. Nach § 9 VereinsG dürfen Kennzeichen eines vollziehbar verbotenen Vereins öffentlich, in einer Versammlung (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 VereinsG) oder in einem Inhalt (§ 11 Absatz 3 des Strafgesetzbuches), der verbreitet wird oder zur Verbreitung bestimmt ist, grundsätzlich nicht verwendet werden. Auch ein solches vollziehbares Verbot des Vereins nach § 3 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 VereinsG liegt nach wie vor nicht vor (Stand: Oktober 2026).
Als Strafverteidiger berate ich Sie gerne, wenn Sie beschuldigt werden, eine Straftat nach § 86 StGB oder § 86a StGB begangen zu haben. Zögern Sie nicht, Kontakt mit mir aufzunehmen!
Sie sind betroffen?
Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden – diskret und vertraulich.
Dr. Matthias Lang
Rechtsanwalt und Strafverteidiger in München, ausschließlich im Strafrecht tätig – vom allgemeinen Strafrecht über Betäubungsmittel- und Sexualstrafrecht bis zum Wirtschafts- und Steuerstrafrecht. Promotion im Strafprozessrecht, Veröffentlichungen in NJW, NStZ und JR.